Hier hausen sie nun und werden mit Respekt und Opfergaben bedacht. Über die Jahre bezeugen sie, was in den Häusern geschieht. Das Geisterhäuschen kann so zu einem Anlass zum Austausches über die Vergangenheit von Orten werden. Am Anfang steht dabei immer eine Opfergabe - z.B. das Anzünden eines Räucherstäbchens aus Respekt vor den Landgeistern und den Menschen, die diesen Ort geprägt haben.
Im Zuge der Wiedervereinigung wurden viele Häuser in Leipzig von Westdeutschen aufgekauft, von ihrer Vergangenheit und ihren Einschreibungen abgelöst und in Spekulationsobjekte verwandelt, was wiederum zu Gentrifizierung und Vertreibung der Alteingesessenen führte. Auch hier gab es wenig Innehalten, wenig Hinwendung und Anerkennung des Gewesenen. Allein die Landgeister im San Phra Phum hüten diese vergangenen Erzählungen und laden dazu ein, im Erinnern und Erleben Teil davon zu werden.