Prototyp Kunst III
Prototypischen Strukturaufstellung mit dem Fokus „Geht’s noch? Resilienz in neoliberalen Zeiten“
Konzept & Regie: Jula Baltschun
Aufsteller: Nicolai Albrecht
Im Oktober 2019 veranstaltete der Kunstraum ZNER im Rahmen einer Ausstellung eine prototypische Systemaufstellung. Die Ausstellung trug den Titel „come what may. Permanent assumptions.“ und behandelte Resilienz als zentrales Thema.
Der Begriff „Resilienz“ stammt ursprünglich aus der Materialwissenschaft. Auf den Menschen bezogen beschreibt er die Fähigkeit, Störungen zu absorbieren, ohne seine Identität, Struktur oder Funktion zu verlieren. Resilienz kann auch als „mentale Belastbarkeit“ beschrieben werden.
Passend zum Ausstellungsthema „Resilienz“ stellten wir Fragen zur Rolle von Resilienz in neoliberalen Zeiten. Die prototypische Systemaufstellung – ursprünglich ein Coaching-Instrument – eignet sich auch hervorragend als kuratorisches Instrument: Sie kann die Sicht auf das Thema bereichern oder vertiefen oder Texte für Publikationen inspirieren. Wenn Kurator*innen und Künstler*innen teilnehmen, kann sie einen direkten Bezugsrahmen für eine Ausstellung schaffen. Sie ist ein verbindendes und humorvolles Gruppenerlebnis und das surreale Setting fördert die Kreativität auf unerwartete Weise.
Die folgenden zehn Vertreter waren in der prototypischen Systemkonstellation vertreten:
Bürger*in, Gesellschaft, Staat, Kapitalismus, Abhängigkeit, Resilienz, Resignation, Ethik, Wahrnehmung, Bewertung